Deutschlandfunk:“Frauen, die Mißstände zur Sprache bringen, gelten als Nörglerinnen.“

Ich lese gerade das Programmheft des Deutschlandfunks für den Juli 2016. Eigentlich eine angenehme und kurzweilige Lektüre. Doch dann stoße ich auf diese Programmankündigung:

„Querulantinnen – Kabarettsommer der Frauen“

Ich vermute erst mal nichts Schlimmes und lese arglos den ersten Absatz:

Frauen meckern, Männer stellen nur fest. Es ist das alte Dilemma des Geschlechterkampfs. Sobald Frauen Mißstände laut zur Sprache bringen, gelten sie als Nörglerinnen, nervige Feministinnen und Querulantinnen. Nicht zuletzt deshalb wird auch das Politische Kabarett seit Jahren von Männern dominiert.

Das Kabarett wird also nicht deshalb von Männern dominiert, weil sie einen aggressiveren und intellektuelleren Humor haben, mithin dies zu ihrem Wesen gehört, sondern freilich, weil Frauen Opfer sind und abgewertet werden. Das ist doch ein schönes feministisches Narrativ. So geht der Text weiter:

Frauen und Gesellschaftskritik, das klingt nicht nach guter Unterhaltung. Dabei sind es genau diese Querdenkerinnen, die unsere Gesellschaft heute so dringend braucht. Frauen, die sich trauen, öffentlich, laut und fröhlich querzuschlagen, schräg hinein in eingefahrene Denkmuster und Diskussionen. Über Sexismus und Kinderbetreuung, Machos und Mutterrollen, ungleiche Gehälter und Frauenquoten.

In diesem kurzen Absatz sind also alle Klischees über weiblichen Opfernarzißmus, feministische Lügen und weinerliche Frauen erfüllt, deren unermeßliches Potential eigentlich nur von den männlichen Menschen behindert wird.

Die Redakteurin, die diesen Text verfaßt hat, heißt Daniela Mayer und arbeitet für das Deutschlandfunk-Format „Querköpfe“, in dem Kabarettisten vorgestellt werden. Frauen können also nur Opferkabarett, will uns diese Redakteurin sagen. Sie jammern über Sexismus, ungleiche Gehälter und Frauenquoten, also über allerlei Frauengedöns.

Welcher Mann würde sein Kabarett damit bestreiten, über Diskriminierungen zu jammern, die es gar nicht gibt? Wie kann man allen Ernstes in Zweifel ziehen, daß Kabarett aus völlig natürlichen Gründen ein Männer-Metier ist? Dazu muß man wohl Feministin sein und an die Ungerechtigkeit glauben.

Im Programmtext von Daniela Mayer werden nach den einleitenden Worten nun verschiedene Kabarett-Frauen vorgestellt:

Die nächste Frau, die zu Wort kommt, hat sich voll und ganz dem politischen Kabarett verschrieben. Anny Hartmann traut sich, unbequeme Fragen zu stellen. Egal ob es um das Einkommensgefälle zwischen Mann und Frau, NSU-Verbot oder Flüchtlingspolitik geht.

Gemeint ist wohl das angestrebte NPD-Verbot, aber solche Fehlleistungen wirken harmlos angesichts der Tatsache, daß sowohl Daniela Mayer vom Deutschlandfunk als auch die vorgestellte Kabarettistin glauben, daß das durchschnittliche Einkommensgefälle zwischen Mann und Frau keine natürlichen Ursachen habe.

Wenn ich übrigens Komiker wäre, würde ich das Geheule um den „Gender Pay Gap“ und den „Equal Pay Day“ richtig krachend veräppeln, indem ich z.B. einen heulenden männlichen Pornodarsteller oder ein männliches Model verkörpere und über die Ungerechtigkeit lamentiere, daß meine Berufsgenossinnen so viel mehr verdienen. Ich würde in lautes Wehklagen verfallen und Alice Schwarzer um Schützinnenhilfe bitten. Das wäre mal gelungenes und wirklich gesellschaftskritisches Kabarett, denn es würde die Verlogenheit und das Gutmenschentum unserer Politiker vorführen. Aber es scheint weder beim Deutschlandfunk noch bei den angeblich so talentierten Kabarettistinnen angekommen zu sein, daß feministische Lügen Mainstream sind, ja daß der Feminismus selbst eine Lüge ist, eine zutiefst perverse und dekadente Angelegenheit.

Mich dünkt, daß es durchaus bereits männliche Kabarettisten gibt, die dies partiell durchschaut haben und thematisieren.

Genug des Verrisses. Dies soll es erst mal sein. Ich wollte mal den ganz alltäglichen Wald- und Wiesenfeminismus besprechen, wie er sich in allen möglichen Publikationen findet, so auch im Programmheft vom Deutschlandfunk.

Abschließend könnte man noch erwähnen, daß männliche Pornodarsteller und Models ja sogar in der gleichen Branche arbeiten wie ihre Kolleginnen – und trotzdem erhalten sie weniger Geld. Ist das nicht unfair? Die Lohndiskriminierungshysterie kommt ja vor allem dadurch zustande, daß Äpfel mit Birnen verglichen werden. Das Einkommensgefälle kommt u.a. dadurch zustande, daß Frauen häufiger in geringer entlohnten Berufen arbeiten – in denen Männer natürlich auch weniger verdienen als in anderen Branchen.

Wie groß müßte also der „Aufschrei“ sein angesichts der Tatsache, daß Männer im Model- und Pornogewerbe für die exakt gleiche Tätigkeit geringer entlohnt werden – was dann u.U. auch noch damit begründet wird, daß der weibliche Körper attraktiver sei und mehr Kunden generiere? Dies wäre der Gipfel des Sexismus und der Entwürdigung. Emma Watson müßte eine Rede vor den Vereinten Nationen in New York halten, um den ersten Weltkrieg zwischen den Geschlechtern zu verhindern.

Genau die gleichen Feministinnen und weichgespülten Mitläufer, die laut beanspruchen, daß Frauen mindestens genauso gut Kabarett, Schach oder Wissenschaft könnten wie Männer, werden übrigens nicht müde, von den größeren sozialen Kompetenzen der Frauen und ihrer höheren emotionalen Intelligenz zu schwärmen.

Sollen sie ruhig. Wir schwärmen dafür von der intellektuellen Brillanz der Männer und ihrem bissigen Humor.

Sabine Gilleßen: „Offensichtlich wird das Männerwahlrecht mehr und mehr zum Problem.“

Sabine Gilleßen ist Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Schleswig-Holstein, einer feministisch ausgerichteten Frauenorganisation in der SPD. Auf ihrem Twitter-Account beschreibt sie sich wie folgt:

Europäerin zwischen den Meeren, Feministin überall, Genusssüchtig sowieso, Bloggerin, Politikberaterin

Auf ihrem Blog „Inselpostille“ erfährt man außerdem, daß sie sich als „Digitalista“ sieht. Im „Homowiki“ ist zu lesen, daß sie zu den Erstunterzeichnerinnen einer Petition gehört, die fordert, daß auch Lesben bei der Errichtung des „Mahnmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen“ in Berlin angemessen berücksichtigt werden sollen. Der lesbisch-feministische Chauvinismus kommt hier also bereits zum Tragen, da das Leid von lesbischen Frauen im Dritten Reich in keinem Verhältnis zu den ca. 60000 ermordeten Schwulen steht.

Bleibt noch festzuhalten, daß – diplomatisch gesprochen – Sabine Gilleßen auch optisch deutlich als Feministin zu erkennen ist.

Im folgenden „Tweet“ mokiert sich Frau Gilleßen indirekt über das durchschnittliche Wahlverhalten von Männern, welche stärker dazu neigen, AfD oder FPÖ zu wählen.

Anlaß ist die Bundespräsidentenwahl 2016 in Österreich, bei der ein FPÖ-Kandidat erstmals realistische Siegchancen hatte. Das Zitat von Sabine Gilleßen verdient es, in dieses Archiv aufgenommen zu werden, da es sowohl die Demokratiefeindlichkeit linker Ideologen dokumentiert, die in einer totalitären Filterblase gefangen sind, als auch die Ignoranz gegenüber Problemen und Sorgen von Männern.

Viele Männer sind verständlicherweise nicht begeistert von feministischer Politik. FPÖ und AfD sind in Österreich und Deutschland die einzigen Parteien, die hier echte Oppositionspolitik betreiben. Wer beispielsweise jüdische und muslimische Jungen vor Genitalverstümmelung schützen möchte, muß zumindest in Deutschland AfD wählen. Einzig die Linkspartei kann sich hier ebenfalls rühmen, eine humane Position bezogen zu haben.

Wer Frauenquoten, Gender-Wahn und eine ins Esoterische abgleitende Frauenförderpolitik ablehnt, kann momentan nur auf „rechte“ Parteien bauen. Möglicherweise haben Männer auch ein etwas realistischeres Verhältnis zum aktuellen Willkommenswahn und zur Asylinflation, kurzum: Männer sind für das Gutmeschentum linker Parteien weit weniger empfänglich.

Es ist also nur zu verständlich und nebenbei natürlich das demokratische Recht der Männer, im Durchschnitt eher rechts als links zu wählen. Eine lesbische, männerverachtende Feministin wie Frau Sabine Gilleßen wird sicherlich auch nach Jahrzehnten keinerlei Empathie für die Problemlagen von Männern und Jungen aufbringen. Die Erfahrung lehrt jedenfalls, daß die geistige Pervertierung von feministisch ausgerichteten Personen (nicht nur) der linken Parteien derart kraß ausfällt, daß sie wohl lieber sterben würden, als die Lügen des Feminismus als solche zu realisieren.

Diese Egozentrik und Verblendung kommen sehr schön im obigen Zitat von Frau Gilleßen zum Ausdruck. Die Ignoranz gegenüber Männer- und Väterproblemen steigert sich aber noch zu einer Verachtung der Demokratie. Ich persönlich meine, eine solche Geisteshaltung eigentlich nur bei Linken zu erkennen. Zum Selbstkonzept vieler Linker gehört leider der Glaube, unbestreitbar auf der Seite von Fortschritt und Humanität zu stehen. Diese Geisteshaltung wird teilweise bis zum Exzeß betrieben, sodaß man völlig unfähig ist, die Narrative über die angebliche Benachteiligung von Frauen oder den „schutzsuchenden“ Flüchtling kritisch zu hinterfragen. Auch andere Narrative der politischen Korrektheit sind für Linke offenbar nur um den Preis einer schweren Identitätskrise zu hinterfragen.

Linke scheinen ein grundsätzliches Problem mit dem Volk zu haben, wie man auch an der ablehnenden Haltung gegenüber Volksentscheiden sehen kann, sobald deren Ergebnisse EU-kritisch ausfallen oder nicht dem Mantra linker Ideologie entsprechen. Daß diese Arroganz eigentlich linke Ideale pervertiert, merken die Vertreter der SPD wohl erst dann, wenn ihre Partei bei 10% angekommen ist.

Bis dahin arbeitet man noch eifrig daran, die „männliche Gesellschaft“ zu überwinden.

PS: Ein bißchen geistige Schlichtheit verrät Frau Gilleßen natürlich obendrein. Denn alles in allem wählen natürlich auch sehr viele Männer weiterhin linke Parteien, und auch Frauen wählen AfD oder FPÖ. Immerhin können wir Frau Gilleßen dankbar sein, daß sie uns ihr sehr fragwürdiges und relativistisches Demokratieverständnis kundgetan hat – und ihre Arroganz gegenüber Männern.

Da Männer für SPD-Frauen nur Täter sind, Privilegien haben und vom „Patriarchat“ profitieren, ist es ausgeschlossen, daß sie spezifische Bedürfnisse haben und eher Parteien wählen, die Männer nicht als Unmenschen betrachten.

Das ist ungefähr die gleiche Geisteshaltung, die das Establishment der Arbeiterbewegung, dem Aufstieg der SPD im 19. Jahrhundert und den Grünen in den 80er Jahren entgegenbrachte. Wer hätte gedacht, daß sich solch ein autoritäres Herrschaftsdenken einmal in linken Parteien wiederfindet?

„Im Grunde verdanken wir also Eva Wissenschaft, Raumschiffe, iPhones, Tonstudios, Kaffeebecher aus Pappe und das Internet.“

Diese Worte stammen von Nadja bzw. Nadeschda Tolokonnikowa, einem Mitglied der russischen Punkband „Mösenaufstand“ („Pussy Riot“), welche sich als dezidiert feministisch versteht. In Tolokonnikowas Buch „Anleitung für eine Revolution“ und im Kontext sieht das Zitat folgendermaßen aus:

„Ich bin ein Fan von Eva. Während Adam einen auf blöd machte und dumm göttlichen Befehlen folgte, war Eva fleißig und fand den Apfel. Laut Bibel war es der Apfel der Erkenntnis. Im Grunde verdanken wir also Eva Wissenschaft, Raumschiffe, iPhones, Tonstudios, Kaffeebecher aus Pappe und das Internet. Uns wurde gesagt, Männer würden alles erfinden. Doch ohne Eva hätten sie gar nicht angefangen zu denken und nach dem Wissen der Welt zu suchen. Eva war die erste Feministin und überhaupt ‚ne ziemlich coole Braut.

Nasche lieber vom Baum der Erkenntnis, als dass du als seliger Idiot Gott am Hals hängst.“

Diese Zeilen verraten vor allem die ungeheure geistige Schlichtheit von Feministinnen sowie die saloppe Verachtung und Geringschätzung von Männern.

Geistig schlicht sind die Worte Tolokonnikowas aus mehreren Gründen. Zunächst fällt die Beliebigkeit auf, mit der sich Tolokonnikowa die Dinge zurecht phantasiert. Die gesamte Geschichte von Wissenschaft und Technik ist männlich geprägt und wird es auch in Zukunft sein, sofern die Gender-Theorie sich nicht bewahrheitet.

Jeder Mensch, der nur ein bißchen von Männlichkeit und Weiblichkeit versteht, schüttelt den Kopf bei der Vorstellung, daß man Wissenschaft, welcher Art auch immer, zu einer weiblichen Domäne machen möchte. Nicht daß Frauen auf diesen Feldern nichts zustande bringen könnten. Das Problem sind die Rigidität und der Furor, mit denen dem Normalbürger eingetrichtert werden soll, daß die männliche Dominanz in Technik und Wissenschaft eine illegitime sei, geradezu ein Ausdruck des brachliegenden weiblichen Potentials. Ja daß Männer eigentlich nur aus kulturellen Gründen hier so dominant seien und keine besonderen Talente hätten.

Und da es in akademischen Kreisen nichts Schöneres als die Gender-Theorie gibt, geht man auch fest davon aus, daß Frauenförderung bis zum Umfallen gerechtfertigt ist, solange Promotionen, Professuren und Nobelpreisnominierungen noch nicht bei einem Frauenanteil von 50% angelangt sind.

Die Worte Tolokonnikowas passen in diesen Zeitgeist. Es gibt keinerlei Indizien dafür, daß Frauen ein ähnliches Maß an geistigen Fertigkeiten und einer mentalen Ausrichtung hätten, welches für Männer in der Wissenschaft typisch ist. Und es hat sich trotz schon ca. 100 Jahren formaler Gleichberechtigung im Westen nicht im entferntesten eine Ebenbürtigkeit gezeigt.

In ihrem infantilen, feministischen Trotz greift Tolokonnikowa nun auf den biblischen Schöpfungsmythos zurück, in dem Eva eine emanzipatorische Rolle einnimmt, indem sie vom Baum der Erkenntnis ist. Dies sei Eva auch gegönnt. Nur bleibt die Geschichte eben ein Mythos und ist keineswegs so gemeint, wie man sie heute interpretieren kann. Eva ist hier also eine Negativfigur, ebenso wie z.B. die griechische Pandora, die ebenfalls viele Übel auf die Welt bringt.

Wir verstehen ja, daß Feministinnen Frauen gerne als Helden sehen möchten und ihnen mindestens so viel zutrauen wie den Männern. Betrüblich ist hingegen das trotzige Vorgehen Tolokonnikowas, das ironischerweise zeigt, daß zumindest diese Frau intellektuell nicht besonders sophisticated ist.

Dies zeigt sich auch an einem zweiten Punkt, nämlich der Tatsache, daß ein Mitglied der Putin- und kirchenkritischen Band Pussy Riot sich positiv auf einen alttestamentarischen Mythos bezieht. Eine anarchistisch ausgerichtete Punk-Gruppe goutiert also ein christliches Narrativ, sobald es sich feministisch instrumentalisieren läßt.

Bleibt schlußendlich noch einmal die Gelegenheit, auf das Kindergartenniveau hinzuweisen, mit dem hier aus dem Nichts eine angebliche wissenschaftliche Befähigung von Frauen konstruiert wird. Und man muß sich klarmachen, mit was für einer Chuzpe und Nonchalance hier mal eben Jahrtausende männlicher Erfindungskunst, Genie-Tätigkeit und Pionierarbeit in den Dreck gezogen und lächerlich gemacht werden. Immerhin ist Tolokonnikowa ja so clever, daß sie die Wissenschaftsgeschichte nicht leugnet. Sie behilft sich mit der Konstruktion, daß Männer eigentlich tumbe Hohlhirne seien und erst durch die smarte Eva auf die Idee gebracht wurden, zu forschen und zu entdecken.

Feministinnen werden wohl die letzten sein, die sich auch nur annähernd vorstellen können, was die moderne Zivilisation den unzähligen Männern zu verdanken hat, die in vergangenen Jahrhunderten entbehrungsreiche Unternehmungen auf sich genommen haben, ihr Leben aufs Spiel gesetzt oder verloren haben, auf Konfrontation mit der Kirche oder den Mächtigen gegangen sind und der Menschheit einen Dienst erwiesen haben.

Sofern man noch nicht durch die Gender-Ideologie gehirngewaschen ist, wird wohl jeder vernunftbegabte Mensch davon ausgehen, daß Wissenschaft, Technik und Entdeckertum auch die nächsten Jahrtausende männlich geprägt sein werden – trotz exorbitanter „Frauenförderung“.

Und zukünftige Frauen werden auch weniger Minderwertigkeitskomplexe als Feministinnen haben und die männlichen Talente wieder zu schätzen wissen. Bis dahin werden wir noch die Tränen von Feministinnen erdulden müssen, die untröstlich darüber sind, daß z.B. die Internet-Enzyklopädie Wikipedia von einem Mann gegründet wurde und daß die freiwillige Arbeit dort zum größten Teil von Männern geleistet wird.

PS: Ganz verkneifen kann ich mir angesichts der Infantilität Tolokonnikowas folgendes Zitat aus einer Deutschlandfunksendung vom März 2016 allerdings nicht:

Jeder Protest in Russland werde bestraft, sagt Nadja Tolokonnikowa von Pussy Riot. Sie musste wegen des Auftritts in der Kirche zwei Jahre ins Gefängnis. Eine Protestkultur gebe es in Russland bestenfalls auf Schülerniveau. Wie Kinder, die sich, solange der Lehrer nicht im Raum ist, über ihn lustig machen und, wenn er kommt, den Mund nicht aufkriegen.

Tolokonnikowas Feminismus bewegt sich allerdings auch auf Schülerinnen-Niveau, um es einmal geschlechtergerecht zu formulieren. Angesichts der „Protestkultur“ von Gruppen wie Pussy Riot oder Woina fragt man sich schon, warum es dergleichen eigentlich nicht in der DDR oder der Sowjetunion gab.
Damals schien man wohl noch etwas ernster und erwachsener bei der Sache zu sein.

Die Deutschlandfunksendung über Tolokonnikowa ist übrigens, wie man sich denken kann, völlig unkritisch und heroisierend geraten.

http://www.sueddeutsche.de/news/kultur/literatur-anleitung-zur-revolutionpussy-riot-wehrt-sich-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-160222-99-927097